Europa wird innovativer, doch die ausgeprägten regionalen Unterschiede bleiben

Europa verringert den Innovationsrückstand gegenüber den Vereinigten Staaten und Japan, aber die Unterschiede bei der Innovationsleistung der einzelnen EU-Mitgliedstaaten sind nach wie vor sehr groß und nehmen nur langsam ab. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des Leistungsanzeigers der Innovationsunion 2014 der EU-Kommission und des Regionalen Innovationsanzeigers 2014.

 

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 04.03.2014

 
Europa verringert den Innovationsrückstand gegenüber den Vereinigten Staaten und Japan, aber die Unterschiede bei der Innovationsleistung der einzelnen EU-Mitgliedstaaten sind nach wie vor sehr groß und nehmen nur langsam ab. Auf regionaler Ebene wird die Innovationslücke größer, denn die Innovationsleistung ist in fast einem Fünftel der EU-Regionen schlechter geworden. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des Leistungsanzeigers der Innovationsunion 2014 der Europäischen Kommission und des Regionalen Innovationsanzeigers 2014. Insgesamt hat sich das Ranking innerhalb der EU relativ wenig verändert: Schweden hält die Spitzenposition, gefolgt von Dänemark, Deutschland und Finnland – diese vier Länder investieren am meisten in Forschung und Innovation. Portugal, Estland und Lettland haben ihre Leistung am stärksten verbessert.

 

Dabei wurden die größten Fortschritte aufgrund der Öffnung und Attraktivität des EU-Forschungssystems sowie der kooperativen Innovation der Unternehmen und der an Lizenz- und Patenteinkünften aus dem Ausland gemessenen Vermarktung von Wissen erzielt. Dem Wachstum der öffentlichen FuE-Ausgaben stand jedoch ein Rückgang von Risikokapitalinvestitionen und Nicht-FuE-Innovationsaufwendungen in Unternehmen gegenüber.

 

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu: „Innovationen in ganz Europa herbeizuführen, bleibt eine Priorität, wenn wir unser industriepolitisches Ziel erreichen wollen: Bis 2020 sollen mindestens 20 % des BIP der EU vom verarbeitenden Gewerbe erwirtschaftet werden. Mehr Unternehmensinvestitionen, eine stärkere Nachfrage nach europäischen innovativen Lösungen und weniger Hindernisse für die Markteinführung von Innovationen sind Schlüsselelemente des Wachstums. Damit wir Innovationen erfolgreich auf den Markt bringen können, brauchen wir mehr innovative Unternehmen und wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen.“

 

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, sagte dazu: „Wieder einmal bestätigt der Leistungsanzeiger, dass sich Investitionen in Forschung und Innovation bei der Wirtschaftsleistung auszahlen. Mit einem Budget von fast 80 Mrd. EUR für die nächsten sieben Jahre wird unser neues Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 dazu beitragen, dass wir diese Dynamik aufrechthalten können. Wir müssen nun EU-weit mehr in Innovationen investieren, damit wir unser Ziel erreichen, bis 2020 entsprechende Investitionen in Höhe von 3 % des BIP vorzunehmen.“

 

Johannes Hahn, Kommissar für Regionalpolitik und Stadtentwicklung, sagte: „Wir müssen die in Europa vorhandenen großartigen Ideen in profitable Unternehmungen umsetzen, die Wachstum und nachhaltige Beschäftigung schaffen. Der neue EU-Haushalt und die reformierte Regionalpolitik bieten eine einmalige Gelegenheit zur Innovationsförderung. Über 100 Mrd. EUR aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) werden in Forschung und Innovation sowie digitales Wachstum, kleine und mittlere Unternehmen und die Entwicklung von grünen und effizienten Energien investiert. Aus dem heute veröffentlichten Leistungsanzeiger geht hervor, dass einige Regionen zwar eindeutige Fortschritte machen, aber noch immer Unterschiede bestehen. Mit der neuen Regionalpolitik wird gegen diese Problematik direkt vorgegangen: Jede der 274 Regionen Europas wird eine Strategie für intelligente Spezialisierung entwickeln müssen, zu der auch die Innovation gehört. Die Regionen werden auf ihren wirtschaftlichen Stärken aufbauen und innovative Wege gehen müssen, damit sie am globalen Wettbewerb teilnehmen können.“

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.

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Quelle: DATEV eG