Industriereport 2014: Deutsche Unternehmen sind zuversichtlich

Der deutschen Industrie geht es gut. Das ist das Ergebnis des Industriereports 2014, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag vorgelegt hat. Der Bericht schätzt Geschäftslage, Geschäftserwartungen, Beschäftigungsabsichten und Investitionsabsichten überwiegend positiv ein. Darauf weist die Bundesregierung hin.

 

Bundesregierung, Pressemitteilung vom 04.03.2014

 
Der deutschen Industrie geht es gut. Das ist das Ergebnis des Industriereports 2014, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag vorgelegt hat. Der Bericht schätzt Geschäftslage, Geschäftserwartungen, Beschäftigungsabsichten und Investitionsabsichten überwiegend positiv ein.

 

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte: „Die Industrie hat das Zeug, 2014 Konjunkturtreiber Nummer eins zu werden.“ Denn die Geschäftserwartungen der Industrieunternehmen haben sich deutlich verbessert.

 

34 Prozent rechnen mit besseren, 56 Prozent mit gleichbleibenden und nur 10 Prozent mit schwächeren Geschäften in den nächsten zwölf Monaten. Allerdings dämpfen Preissteigerungen im Energiebereich, Fachkräftemangel und wirtschaftspolitische Unsicherheiten die Erwartungen einiger Industrieunternehmen.

 

Mit dem Industriereport 2014 präsentiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Sonderauswertung seiner Konjunkturumfrage. Mehr als 7.800 Antworten von Industrieunternehmen sind darin eingeflossen. Die Unternehmen beurteilen dabei ihre gegenwärtige Lage oder geben an, mit welchen Entwicklungen sie für die kommenden Monate rechnen.

 

Vertrauen in den Export kehrt zurück
Die Beschäftigungserwartungen legten deutlich zu. Für die Gesamtindustrie ist mit etwa 40.000 neuen Arbeitsplätzen in diesem Jahr zu rechnen. Die Einstellungspläne basieren vor allem auf den positiven Exporterwartungen.

 

Industrieunternehmen fassen Vertrauen in ihre Auslandsgeschäfte. 37 Prozent erwarten bessere Geschäfte, nur sieben Prozent rechnen mit Einbußen. In den Ländern der Eurozone beginnen sich die Strukturreformen auszuzahlen. Andere traditionelle Absatzmärkte wie Großbritannien und USA laufen immer besser. Auch in den meisten Schwellenländern belebt sich die Konjunktur spürbar.

 

Mehr Investitionen geplant
Unternehmen sämtlicher Industriehauptgruppen wollen wieder mehr investieren. Investitionsimpulse kommen überwiegend aus der Exportindustrie, doch auch die Binnenindustrie holt auf. 30 Prozent der Industrieunternehmen planen höhere Budgets für Investitionen ein, 18 Prozent rechnen mit Budgetkürzungen und 52 Prozent halten ihre Investitionen konstant.

 

Energiepreis bereitet Sorge
Sorge hingegen bereiten die Preissteigerungen im Energiebereich. 63 Prozent der Industrieunternehmen sehen darin das größte Risiko für die eigene Entwicklung. Besonders Metallerzeuger und Unternehmen der Glas-, Keramik- und Steineverarbeitung machen die höheren Energie- und Rohstoffpreise zu schaffen. Gerade diese Industriesegmente sind für das Funktionieren der Wertschöpfungsketten am Standort Deutschland bedeutsam.

 
36 Prozent der Betriebe sehen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein Risiko für ihre eigene geschäftliche Entwicklung. Durch den Fachkräftemangel fühlen sich 29 Prozent der Industrieunternehmen bedroht.

 

Den Industriereport finden Sie auf der Homepage des DIHK.

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Quelle: DATEV eG