Exporte im Februar 2026: +3,6 % zum Januar 2026

Im Februar 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % und die Importe um 4,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 nahmen die Exporte um 2,9 % und die Importe um 1,5 % zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.04.2026

Im Februar 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % und die Importe um 4,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 nahmen die Exporte um 2,9 % und die Importe um 1,5 % zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

Im Februar 2026 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 135,2 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 115,4 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Februar 2026 mit einem Überschuss von 19,8 Milliarden Euro ab. Im Januar 2026 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +20,3 Milliarden Euro betragen. Im Februar 2025 hatte er bei +17,6 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Februar 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 75,9 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Januar 2026 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 5,8 % und die Importe aus diesen Staaten um 5,1 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 52,7 Milliarden Euro (+5,2 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 40,1 Milliarden Euro (+4,5 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 23,2 Milliarden Euro (+7,4 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,1 Milliarden Euro (+6,3 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Februar 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 59,4 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,2 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Exporte in die Drittstaaten um 0,8 % und die Importe von dort um 4,4 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Februar 2026 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 12,2 Milliarden Euro exportiert, das waren 7,5 % weniger als im Januar 2026. Gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2025 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 13,3 % niedriger. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 4,1 % auf 7,1 Milliarden Euro zu. Die Exporte in die Volksrepublik China sanken im Februar 2026 im Vergleich zum Januar 2026 um 2,5 % auf 6,1 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im Februar 2026 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 15,0 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 6,5 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 9,8 % auf 8,4 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 6,0 % auf 3,1 Milliarden Euro zu.

Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 26,9 % auf 0,7 Milliarden Euro. Gegenüber Februar 2025 nahmen sie um 9,3 % zu. Die Importe aus Russland sanken im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 um 18,7 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber Februar 2025 nahmen sie um 30,0 % ab.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Februar 2026 Waren im Wert von 132,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 111,7 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 stiegen die Exporte damit um 1,7 % und die Importe um 0,6 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Februar 2026 mit einem Überschuss von 20,4 Milliarden Euro ab. Im Februar 2025 hatte der Saldo +18,9 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Berichtsmonat Februar 2026

Das BMWE berichtet über die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar. Preis-, kalender- und saisonbereinigt gab es eine Abnahme gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent.

BMWE, Pressemitteilung vom 09.0.2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 9. April 2026) nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent ab. In kalenderbereinigter Betrachtung lag sie auf Vorjahresniveau. Gemäß aufwärtsrevidierter Angaben hatte die Ausbringung im Januar stagniert. Im Dreimonatsvergleich war jedoch ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent zu verzeichnen.

Die größten Einbußen waren im Februar im Baugewerbe zu beobachten (-1,2 Prozent). Dies dürfte auch auf die zu Monatsbeginn in Teilen Deutschlands noch anhaltende außergewöhnlich heftige Kälteperiode zurückzuführen sein. Während die Energieproduktion im Februar leicht ausgeweitet wurde (+0,3 Prozent), trat die Industrieproduktion auf der Stelle (-0,1 Prozent).

Innerhalb der Industrie meldeten Vorleistungs- (+0,4 Prozent) und Investitionsgüterproduzenten (+0,1 Prozent) ein leichtes Plus. Die Produktion von Konsumgütern erlebte jedoch zum zweiten Mal in Folge einen spürbaren Rücksetzer (-1,5 Prozent). Die rückläufige Bauproduktion war insbesondere auf die schwache Entwicklung des Ausbaugewerbes (-1,8 Prozent) zurückzuführen. Die Ausbringung im Hoch- (+0,3 Prozent) und Tiefbau (+0,1 Prozent) stabilisierte sich nach heftigen witterungsbedingten Einbrüchen im Vormonat allerdings.

Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich sehr unterschiedlich. So wurde unter anderem die Produktion von elektrischen Ausrüstungen (+2,6 Prozent), Kfz- und Kfz-Teilen (+1,7 Prozent), Metallerzeugnissen (+1,6 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (+0,9 Prozent) spürbar ausgeweitet. Auch die energieintensiven Industrien expandierten mit einem Plus von +1,9 Prozent abermals spürbar. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (-4,4 Prozent), Geräten zur Datenverarbeitung sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3,9 Prozent) und der Maschinenbau (-0,3 Prozent) meldeten hingegen Produktionsrückgänge.

Nachdem die Industriekonjunktur im Herbst Fahrt aufgenommen hatte, kühlte sie sich im Laufe der Wintermonate abermals ab. Die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe sind – trotz eines leichten Rücksetzers im Februar – im Trend weiterhin aufwärtsgerichtet. Da die Realisation der öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, ist zu erwarten, dass die bereits erteilten Aufträge erst allmählich in Form steigender Wertschöpfung sichtbar werden.

Gleichzeitig deuten jüngste Umfragen wie der ifo Geschäftsklimaindex angesichts der erhöhten geopolitischen Unsicherheit auf eine Eintrübung der Industriekonjunktur im zweiten Quartal hin. Die weitere konjunkturelle Entwicklung wird daher entscheidend vom Fortgang der Konfliktsituation im Nahen Osten abhängen.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Februar 2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts legten die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026 leicht zu: Das Ordervolumen stieg preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent.

BMWE, Pressemitteilung vom 08.04.2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 8. April 2026) legten die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026 leicht zu: Das Ordervolumen stieg preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Im Januar war es noch zu einem deutlichen Einbruch um 11,1 Prozent gekommen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich expandierten die Bestellungen um 2,0 Prozent. Auch im Verhältnis zum Vorjahresmonat ergibt sich eine arbeitstäglich bereinigte Steigerung um 3,5 Prozent.

Ausschlaggebend für das Auftragsplus im Februar im Vormonatsvergleich war eine gestiegene Nachfrage aus dem Ausland (+4,7 Prozent). Die inländischen Ordereingänge waren dagegen erneut rückläufig (-4,4 Prozent). Die Entwicklung der inländischen Bestellungen war in den vergangenen Monaten aufgrund von umfangreichen Großaufträgen im zweiten Halbjahr 2025 im Zusammenhang mit öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben starken Schwankungen unterworfen. Bereinigt um diesen Effekt sind die Auftragseingänge aus dem Inland im Februar um 2,5 Prozent gestiegen. Für die Auftragseingänge insgesamt fällt der um Großaufträge bereinigte Zuwachs mit +3,5 Prozent noch deutlicher aus.

Unter den Gütergruppen registrierten die Konsumgüter das stärkste Orderwachstum (+4,5 Prozent). Aber auch die Bestellungen von Vorleistungs- (+1,4 Prozent) und Investitionsgütern (+0,2 Prozent) nahmen leicht zu. Im Vorjahresvergleich entwickelten sich Konsum- (+10,2 Prozent) sowie Investitionsgüter (+4,9 Prozent) positiv. Vorleistungsgüterproduzenten waren mit einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber Februar 2025 nahezu unverändert.

Für die Mehrheit der industriellen Wirtschaftszweige verbesserte sich die Auftragslage im Februar im Vergleich zum Januar. Darunter waren gewichtige Bereiche wie Kfz und Kfz-Teile (+3,8 Prozent), Metallerzeugung (+3,7 Prozent) und Metallerzeugnisse (+2,0 Prozent). Eine rückläufige Nachfrage mussten dagegen vor allem die Hersteller Sonstiger Fahrzeuge verbuchen (-25,9 Prozent), zu denen auch Militärfahrzeuge zählen. Negativ fiel der Vergleich zum Vormonat auch für den Maschinenbau (-0,3 Prozent), für elektrische Ausrüstungen (-0,4 Prozent) und pharmazeutische Erzeugnisse (-2,4 Prozent) aus.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe bleiben am aktuellen Rand weiterhin volatil. Nach dem kräftigen Anstieg der Bestellungen zum Ende des vergangenen Jahres infolge von Großaufträgen setzen die Auftragseingänge im Februar ihren seit August 2025 aufwärts gerichteten Trend verhalten fort. Diese positive Entwicklung dürfte jedoch infolge des Energiepreisschocks im Zusammenhang mit dem eskalierten Konflikt im Nahen Osten temporär gedämpft werden.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

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Geschäftsklima in der Autoindustrie verschlechtert

Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im März 2026 etwas eingetrübt. Das berichtet das ifo-Institut.

ifo-Institut, Pressemitteilung vom 07.04.2026

Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im März etwas eingetrübt. Der Indikator fiel auf minus 18,7 Punkte, von minus 15,7* Punkten im Februar. „Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen stiegen dagegen“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Die Unternehmen bewerteten ihren Auftragsbestand erneut besser – wenngleich immer noch im negativen Bereich: Der Indikator stieg seit September 2025 kontinuierlich an und erreichte im März minus 13,5 Punkte. Ähnliches gilt für die Exporterwartungen: Sie verbesserten sich zum vierten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vormonat und erreichten im März einen Wert von 30,7 Punkten.

Außerdem könnte sich der Beschäftigungsabbau in den kommenden Monaten verlangsamen: Die Beschäftigungserwartungen stiegen auf minus 19,8 Punkte, von minus 44,0* Punkten im Februar. Darauf deuten auch erste Anzeichen in der amtlichen Statistik: Im ersten Quartal 2026 wurden wieder mehr neue Stellen für Berufe, die für die Autoindustrie relevant sind, bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. „Damit scheint der Rückgang an neuen Stellen, der seit 2022 zu beobachten war, zu einem Halt gekommen zu sein“, sagt Wölfl.

*saisonbereinigt

Quelle: ifo-Institut

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Mittlerer Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54.066 Euro

Der mittlere Bruttojahresverdienst, gemessen am Median, lag 2025 in Deutschland einschließlich Sonderzahlungen bei 54.066 Euro. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der mittlere Bruttojahresverdienst um 1.907 Euro, so das Statistische Bundesamt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 01.04.2026

  • Die oberen 10 % der Vollzeitbeschäftigten verdienten 100.719 Euro brutto oder mehr
  • Die unteren 10 % erzielten 33.828 Euro brutto oder weniger

Der mittlere Bruttojahresverdienst, gemessen am Median, lag 2025 in Deutschland einschließlich Sonderzahlungen bei 54.066 Euro. Somit verdiente die Hälfte der Beschäftigten mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger erhielt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der mittlere Bruttojahresverdienst um 1.907 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erzielten die obersten 10 % der Vollzeitbeschäftigten 2025 einen Bruttojahresverdienst von 100.719 Euro oder mehr. Die 10 % am unteren Ende der aufsteigend sortierten Verteilung verdienten 33.828 Euro brutto oder weniger. Das oberste Prozent der Vollzeitbeschäftigten erzielte 2025 einen Bruttojahresverdienst von 219.110 Euro oder mehr.

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen aller Vollzeitbeschäftigten gemessen am arithmetischen Mittel betrug 64.441 Euro brutto, im Vorjahr lag er bei 62.235 Euro brutto. Der Unterschied zum Median von 54.066 Euro verdeutlicht, dass besonders hohe Verdienste den Durchschnittsverdienst nach oben beeinflussen.

Werden alle Vollzeitbeschäftigten nach ihrem Bruttojahresverdienst sortiert, können Aussagen darüber getroffen werden, wie viel Prozent der Vollzeitbeschäftigten einen Verdienst oberhalb eines bestimmten Werts erzielten. 70 % aller Vollzeitbeschäftigten verdienten im Jahr 2025 beispielsweise 44.215 Euro brutto oder mehr. Mit einem Verdienst von rund 44.000 Euro gehörte man also zu den 30 % mit den niedrigsten Verdiensten. Mit einem Verdienst von rund 80.000 Euro gehörte man zu den 20 % mit den höchsten Verdiensten.

Größere Unterschiede im Medianverdienst zwischen Ost- und Westdeutschland und den Wirtschaftsabschnitten

Der mittlere Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2025 in den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) bei 46.013 Euro und in den westlichen Bundesländern bei 55.435 Euro. Der Abstand zwischen den Medianverdiensten betrug somit 9.422 Euro.

Auch zwischen den Wirtschaftsabschnitten gab es 2025 größere Unterschiede im mittleren Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten. Den höchsten Medianverdienst verzeichnete 2025 die Energieversorgung mit 77.522 Euro, gefolgt von der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 76.594 Euro. Im Gastgewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei war der Medianverdienst mit 35.545 beziehungsweise 35.689 Euro brutto im Vergleich der Wirtschaftsabschnitte am geringsten.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Energiepreisschock dämpft Erholung – Strukturreformen drängender denn je

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben ihr Frühjahrsgutachten vorgestellt. Die aktuelle konjunkturelle Lage sei demnach von einem kräftigen Energiepreisschock geprägt. Die beteiligten Institute sehen die deutsche Wirtschaft in einer tiefgreifenden Krise und korrigieren vor diesem Hintergrund ihre Prognose vom Herbst erneut deutlich nach unten.

BMWE, Pressemitteilung vom 01.04.2026

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben am 31. März ihr Frühjahrsgutachten mit dem Titel „Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen“ vorgestellt.

Die aktuelle konjunkturelle Lage sei demnach von einem kräftigen Energiepreisschock geprägt. Die beteiligten Institute sehen die deutsche Wirtschaft in einer tiefgreifenden Krise und korrigieren vor diesem Hintergrund ihre Prognose vom Herbst erneut deutlich nach unten. Für das Jahr 2026 rechnen sie mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent. Für das Jahr 2027 gehen sie von einem Zuwachs von 0,9 Prozent aus. Im Vergleich zum Herbstgutachten 2025 bedeutet dies eine Abwärtsrevision um 0,6 Prozentpunkte für das laufende und 0,4 Prozentpunkte für das kommende Jahr. Die Inflationsrate steigt nach Einschätzung der Institute auf 2,8 Prozent im Jahr 2026 und 2,9 Prozent im Jahr 2027, maßgeblich getrieben durch den Energiepreisschock infolge des Iran-Krieges.

Die Bundeswirtschaftsministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche: „Die Botschaft der Frühjahrsdiagnose der Forschungsinstitute ist eindeutig: Der Konflikt im Nahen Osten erhöht den Druck auf die deutsche Politik, Strukturreformen konsequent anzugehen. Die Wachstumsaussichten sind deutlich schwächer als noch zuvor erwartet. Umso wichtiger ist es jetzt, strukturelle Defizite nicht länger aufzuschieben, sondern entschlossen zu handeln und die Grundlage für künftiges Wachstum zu stärken. Es ist jetzt die Zeit, sich auf mutige Reformen zu einigen. Nutzen wir sie.“

Der militärische Konflikt im Persischen Golf hat nach der Analyse der Institute mit der Straße von Hormus einen der zentralen Transportkorridore der globalen Energieversorgung weitgehend blockiert und zu einem deutlichen Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt. Dieser Schock treffe die deutsche Wirtschaft in einer Phase, in der nach einem mehrjährigen Abschwung gerade erst eine binnenwirtschaftlich getragene Erholung eingesetzt hatte.

Die Gründe für die wirtschaftliche Schwäche seien weiterhin nicht nur konjunktureller, sondern auch struktureller Natur. Die Institute stellen folgende belastende Faktoren heraus: Die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Industrie habe weiter abgenommen, die fortbestehenden handelspolitischen Belastungen durch die US-Zollpolitik drückten auf die Ausfuhren, und die energieintensiven Industrien geraten erneut unter Druck. Hinzukomme eine rückläufige Erwerbsbevölkerung, ein nur schwacher Produktivitätszuwachs und ein hohes Maß an bürokratischem Aufwand. Das Potenzialwachstum komme nach Einschätzung der Institute mittelfristig zum Erliegen und dürfte bis Ende des Jahrzehnts stagnieren.

Der expansive Kurs der Finanzpolitik – insbesondere die kräftige Ausweitung der Neuverschuldung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz über die Sondervermögen – stütze die Konjunktur und komme vor allem Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus zugute. Dadurch erhöhe sich allerdings der Fehlbetrag der öffentlichen Haushalte auf 3,7 Prozent des BIP im Jahr 2026 und 4,2 Prozent im Jahr 2027, der Bruttoschuldenstand steige auf 67,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Gemeinschaftsdiagnose betont, dass flankierende angebotsseitige Reformen zur Stärkung der Produktivität dringend notwendig sind. Hierzu zählen: die sozialen Sicherungssysteme demografiefest aufzustellen, bessere Anreize für eine Ausweitung des Arbeitsangebots zu setzen, bei der Energiepolitik verstärkt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu achten und eine umfangreiche Entlastung von Bürokratie vorzunehmen. Zudem empfiehlt die Gemeinschaftsdiagnose, Preissignale auch in Energiekrisen wirken zu lassen und die Wirtschaftspolitik stärker auf Marktmechanismen auszurichten.

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie wird die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung am 22. April vorlegen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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Rat gibt grünes Licht für gemeinsame EU-Vorschriften zu Insolvenzverfahren

Der Rat der EU hat grünes Licht für eine neue EU-Richtlinie zur Harmonisierung zentraler Aspekte der Insolvenzvorschriften in der gesamten EU gegeben. Die Richtlinie wird das Unternehmensumfeld in der EU für grenzüberschreitend tätige Anleger attraktiver machen, indem die Komplexität unterschiedlicher nationaler Insolvenzvorschriften verringert wird.

Rat der EU, Pressemitteilung vom 30.03.2026

Der Rat hat heute grünes Licht für eine neue EU-Richtlinie zur Harmonisierung zentraler Aspekte der Insolvenzvorschriften in der gesamten EU gegeben. Die Richtlinie wird das Unternehmensumfeld in der EU für grenzüberschreitend tätige Anleger attraktiver machen, indem die Komplexität unterschiedlicher nationaler Insolvenzvorschriften verringert wird.

Durch die neuen EU-weiten Vorschriften wird der Wert maximiert, den Gläubiger von insolventen Unternehmen zurückerlangen können, und die Insolvenzverfahren werden effizienter gestaltet.

Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu effizienteren und stärker integrierten europäischen Kapitalmärkten, die für die Wettbewerbsfähigkeit der EU von entscheidender Bedeutung sind.

Die gemeinsamen EU-Vorschriften für Insolvenzverfahren umfassen folgende Maßnahmen:

  • Anfechtungsklage: Anfechtung von Transaktionen, die vom Schuldner vor Beginn des Konkursverfahrens vorgenommen wurden; dadurch wird die Insolvenzmasse vor der unrechtmäßigen Entziehung von Vermögenswerten geschützt.
  • Aufspüren von Vermögenswerten: Befugnis für Behörden, auf Antrag des Insolvenzverwalters Bankkontenregister in der gesamten EU abzufragen, um Vermögenswerte zahlungsunfähiger Unternehmen zu ermitteln.
  • Pre-pack-Verfahren: Möglichkeit, über den Verkauf eines Unternehmens in finanziellen Schwierigkeiten vor Eröffnung des förmlichen Verfahrens zu verhandeln und kurz danach auszuführen, wobei Verträge, die für die Weiterführung des Geschäftsbetriebs wesentlich sind, beibehalten werden.
  • Pflichten der Unternehmensleitung: Verpflichtung der Unternehmensleitung, innerhalb von drei Monaten in finanzieller Notlage einen Insolvenzantrag einzureichen, um zur Maximierung der Verwertungswerte für Gläubiger beizutragen und gleichzeitig Flexibilität zu ermöglichen, wenn alternative Maßnahmen die Gläubiger gleichermaßen schützen.
  • Gläubigerausschüsse: Stärkung der Beteiligung der einzelnen Gläubiger am Verfahren.
  • Transparenz: Verpflichtung aller Länder, klar verständliche Merkblätter über ihr Insolvenzrecht zu veröffentlichen, die auf dem Justizportal der EU zur Verfügung gestellt werden.

Nächste Schritte

Die Mitgliedstaaten haben zwei Jahre und neun Monate Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Quelle: Rat der Europäischen Union

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Importpreise im Februar 2026: -2,3 % gegenüber Februar 2025

Die Importpreise waren im Februar 2026 um 2,3 % niedriger als im Februar 2025. Im Januar 2026 und im Dezember 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber den Vorjahresmonaten ebenfalls bei -2,3 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Einfuhrpreise im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat Januar 2026 um 0,3 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 31.03.2026

Importpreise, Februar 2026
-2,3 % zum Vorjahresmonat
+0,3 % zum Vormonat

Exportpreise, Februar 2026
-0,1 % zum Vorjahresmonat
+0,1 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im Februar 2026 um 2,3 % niedriger als im Februar 2025. Im Januar 2026 und im Dezember 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber den Vorjahresmonaten ebenfalls bei -2,3 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Einfuhrpreise im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat Januar 2026 um 0,3 %.

Die Exportpreise waren im Februar 2026 um 0,1 % niedriger als im Februar 2025. Im Januar 2026 hatten die Preise um 0,2 % über denen von Januar 2025 gelegen, im Dezember 2025 hatten sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert (0,0 %). Gegenüber Januar 2026 stiegen die Ausfuhrpreise geringfügig um 0,1 %.

Energie mit größtem Einfluss auf Rückgang der Importpreise im Vorjahresvergleich

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Februar 2026 hatte erneut der Rückgang der Preise für Energie mit -20,9 % gegenüber Februar 2025. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Energiepreise aber wieder an, im Durchschnitt um 0,9 %. Auf die Februarergebnisse der Import- und auch der Exportpreise hatten die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 keinen Einfluss.

Alle Energieträger waren im Februar 2026 günstiger als im Februar 2025: Erdgas um 27,9 %, elektrischer Strom um 25,6 %, rohes Erdöl um 19,1 %, Steinkohle um 14,2 % sowie Mineralölerzeugnisse um 11,4 %. Gegenüber dem Vormonat war Energie insgesamt aufgrund der Preissteigerungen bei Mineralölerzeugnissen (+6,0 %) und rohem Erdöl (+3,4 %) teurer. Dagegen war elektrischer Strom mit -11,8 %, Steinkohle mit -2,7 %, und Erdgas mit -2,3 % billiger als im Januar 2026.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise fielen die Importpreise im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 %. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,2 %. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 1,6 % unter dem Stand von Februar 2025 und veränderte sich gegenüber Januar 2026 nicht (0,0 %).

Preissenkungen auch bei landwirtschaftlichen Gütern, Konsum- und Investitionsgütern

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Februar 2026 um 5,7 % billiger als im Vorjahresmonat (+0,3 % gegenüber Januar 2026). Die Preise für Rohkakao lagen 47,4 % unter denen von Februar 2025 und 8,7 % unter denen von Januar 2026. Lebende Schweine waren 21,0 % günstiger als im Februar 2025, wurden aber gegenüber Januar 2026 um 3,4 % teurer. Rohkaffeeimporte waren 9,1 % preiswerter als vor einem Jahr und 5,7 % preiswerter als im Vormonat. Für importiertes Getreide wurde im Februar 2026 ebenfalls weniger bezahlt als im Februar 2025 (-8,7 %), es kostete aber 0,3 % mehr als im Januar 2026.

Dagegen waren insbesondere Geflügel und Eier deutlich teurer als vor einem Jahr (+11,9 % gegenüber Februar 2025 und +0,7 % gegenüber Januar 2026).

Importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Februar 2026 um 3,2 % preiswerter als im Vorjahr (-0,3 % gegenüber Januar 2026). Die Preise für Gebrauchsgüter lagen 2,8 % unter denen des Vorjahresmonats (-0,3 % gegenüber Januar 2026), Verbrauchsgüter waren im Vorjahresvergleich 3,3 % billiger (-0,3 % gegenüber Januar 2026). Für Nahrungsmittel allgemein musste 4,4 % weniger bezahlt werden als im Februar 2025 (-0,9 % gegenüber Januar 2026). Weniger als im Februar 2025 kosteten unter anderem Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-54,9 %), Frucht- und Gemüsesäfte (-22,2 %), Milch und Milcherzeugnisse (-13,8 %) sowie Schweinefleisch (-13,5 %). Teurer als im Februar 2025 waren vor allem geschälte Haselnüsse (+48,1 %), Rindfleisch (+17,1 %) und Kaffee (geröstet oder entkoffeiniert) mit +14,6 %.

Die Importpreise für Investitionsgüter lagen im Februar 2026 um 0,2 % unter denen des Vorjahresmonats (+0,4 % gegenüber Januar 2026).

Allein Vorleistungsgüter waren im Februar 2026 teurer als im Februar 2025 (+2,5 %), gegenüber Januar 2026 stiegen die Preise hier im Durchschnitt um 0,2 %. Insbesondere Edelmetalle und deren Halbzeug waren mit +60,3 % deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug lagen 24,8 % über dem Niveau von Februar 2025. Dagegen waren unter anderem Kunststoffe in Primärformen mit -8,0 % sowie Akkumulatoren und Batterien (-6,4 %) preiswerter als vor einem Jahr.

Energie mit größtem Einfluss auf Rückgang der Exportpreise im Vorjahresvergleich

Bei der Ausfuhr hatte im Februar 2026 der deutliche Rückgang der Energiepreise (-19,5 % gegenüber Februar 2025 und -2,6 % gegenüber Januar 2026) den größten Einfluss auf die Preisentwicklung insgesamt. Erdgas war 26,7 % billiger als im Vorjahresmonat (-6,3 % gegenüber Januar 2026), die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen 11,0 % unter denen von Februar 2025, aber +3,8 % gegenüber Januar 2026.

Landwirtschaftliche Güter wurden 8,1 % preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Preise hier aber um 0,9 %.

Auch Konsumgüter (Exportanteil etwa 21 %) waren preiswerter als im Februar 2025 (-0,4 % gegenüber Februar 2025, aber +0,1 % gegenüber Januar 2026). Während die Preise für Verbrauchsgüter 0,9 % unter dem Preisniveau von Februar 2025 lagen (0,0 % gegenüber Januar 2026), waren die Preise für Gebrauchsgüter 1,5 % höher als im Vorjahresmonat (+0,3 % gegenüber Januar 2026). Bei den exportierten Verbrauchsgütern fielen insbesondere die Preise für Nahrungsmittel (-4,3 % gegenüber Februar 2025 und -0,8 % gegenüber Januar 2026). Hier waren unter anderem Milch und Milcherzeugnisse mit -11,8 % im Durchschnitt deutlich billiger als vor einem Jahr (-0,3 % gegenüber Januar 2026), darunter besonders Butter und andere Fettstoffe aus Milch mit -46,2 % gegenüber Februar 2025 (-3,1 % gegenüber Januar 2026). Auch die Preise für Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver waren deutlich niedriger (-36,0 % gegenüber Februar 2025 und -7,1 % gegenüber Januar 2026). Dagegen wurde Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) zu 18,0 % höheren Preisen exportiert als im Februar 2025 (+0,3 % gegenüber Januar 2026).

Die Preise für ausgeführte Vorleistungsgüter waren dagegen 1,4 % höher als im Februar 2025 (+0,2 % gegenüber Januar 2026). Bei Investitionsgütern lag das Preisniveau 0,5 % über dem von Februar 2025 (+0,2 % gegenüber Januar 2026). Zusammen decken beide Gütergruppen fast 75 % der ausgeführten Waren ab.

Berechnung der Außenhandelspreisindizes ohne Steuern und Zölle

Berechnungsgrundlage für die Indizes der Außenhandelspreise sind ausschließlich die in Verträgen vereinbarten Preise, zu denen inländische Unternehmen Waren aus dem Ausland einkaufen beziehungsweise ins Ausland verkaufen. Steuern und Zölle fließen demnach nicht in die Berechnung der Indizes ein.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Einzelhandelsumsatz im Februar 2026 real um 0,6 % niedriger als im Vormonat

Der Umsatz der Einzelhandelsunternehmen in Deutschland ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) um 0,6 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 0,7 % gesunken.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 31.03.2026

Einzelhandelsumsatz, Februar 2026 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)
-0,6 % zum Vormonat (real)
-0,7 % zum Vormonat (nominal)
+0,7 % zum Vorjahresmonat (real)
+1,6 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Januar 2026 (revidiert, kalender- und saisonbereinigt)
-1,1 % zum Vormonat (real)
-0,1 % zum Vormonat (nominal)
+1,0 % zum Vorjahresmonat (real)
+2,3 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Der Umsatz der Einzelhandelsunternehmen in Deutschland ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) um 0,6 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 0,7 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 stieg der Umsatz real um 0,7 % und nominal um 1,6 %. Im Januar 2026 verzeichnete der Einzelhandelsumsatz gegenüber Dezember 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Rückgang von real 1,1 % (vorläufiger Wert: -0,9 %) und nominal 0,1 % (vorläufiger Wert: 0,0 %).

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln sank im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 % und nominal um 1,9 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 verzeichnete der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel einen Anstieg von real 0,1 % und nominal 1,6 %.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat sowohl real als auch nominal um 0,7 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 wuchsen die Umsätze real um 1,1 % und nominal um 1,7 %.

Im Internet- und Versandhandel verzeichnete der Umsatz im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat ein Umsatzplus von real 0,6 % und nominal 0,7 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 wuchs der Umsatz im Internet- und Versandhandel real um 2,2 % und nominal um 2,4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Inflationsrate im März 2026 voraussichtlich +2,7 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2026 lt. bisher vorliegenden Ergebnissen des Statistischen Bundesamts voraussichtlich +2,7 % betragen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.03.2026

Verbraucherpreisindex, März 2026:
+2,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+1,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, März 2026:
+2,8 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+1,2 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2026 voraussichtlich +2,7 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2026 um 1,1 %. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im März 2026 voraussichtlich +2,5 %. Die Preise für Energie steigen gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 7,2 %, dies ist der erste Preisanstieg bei Energie seit Dezember 2023.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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