Umsatz im Dienstleistungsbereich im März 2026 um 1,4 % niedriger als im Vormonat

Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im März 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real (preisbereinigt) 1,4 % und nominal (nicht preisbereinigt) 1,0 % weniger Umsatz erwirtschaftet als im Februar 2026.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 05.06.2026

Umsatz im Dienstleistungsbereich, März 2026 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)
-1,4 % zum Vormonat (real)
-1,0 % zum Vormonat (nominal)
-0,3 % zum Vorjahresmonat (real)
+1,6 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im März 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 1,4 % und nominal (nicht preisbereinigt) 1,0 % weniger Umsatz erwirtschaftet als im Februar 2026. Verglichen mit dem Vorjahresmonat März 2025 verzeichnete der reale Umsatz einen Rückgang von 0,3 % und der nominale Umsatz einen Anstieg von 1,6 %.

Den größten realen Umsatzrückgang im März 2026 gegenüber dem Vormonat verzeichneten die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Minus von 4,8 %, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften) mit einem Minus von 2,6 %. Im Grundstücks- und Wohnungswesen betrug der Rückgang gegenüber dem Vormonat -0,8 %. Im Gegensatz hierzu stiegen die Umsätze im Bereich Verkehr und Lagerei im März 2026 um 0,3 % und im Bereich Information und Kommunikation um 0,7 % gegenüber dem Vormonat.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Potentiale der Kreislaufwirtschaft steigern

Das Bundeskabinett hat das Aktionsprogramm zur Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Darauf weist die Bundesregierung hin. Mit diesem Programm soll Deutschland von Rohstoffimporten unabhängiger und wettbewerbsfähiger werden.

Bundesregierung, Meldung vom 03.06.2026

Ressourcen besser schonen und so die Umwelt besser schützen – dafür hat das Kabinett das Aktionsprogramm zur Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Damit soll Deutschland von Rohstoffimporten unabhängiger und so wettbewerbsfähiger werden.

Das Kabinett hat den Entwurf eines Aktionsprogramms zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Damit setzt die Bundesregierung ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages im Umweltbereich um.

Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte: „In der aktuellen Weltlage gilt mehr denn je: Kreislaufwirtschaft macht unsere Wirtschaft unabhängiger. Sie schützt unsere Unternehmen, wenn internationale Lieferketten brüchig werden oder Handelswege blockiert sind. Und sie stärkt die Innovationskraft deutscher Unternehmen in Märkten, die deutlich mehr als andere wachsen.“

Eine Plattform für Akteure und gezielte Förderung

Mit dem Aktionsprogramm verfolgt die Bundesregierung eine ganze Reihe von Zielen: mehr Ressourcenschonung und damit auch mehr Umweltschutz und mehr Rohstoffsouveränität, weil Deutschland unabhängiger von Importen wird. Außerdem strebt sie mehr Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum an: dadurch ergeben sich eine größere Versorgungssicherheit für die heimische Wirtschaft und mehr zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Ein wichtiges Element des Aktionsprogramms ist eine Plattform, die eingerichtet werden soll, um alle relevanten Akteure zur Umsetzung wesentlicher Maßnahmen zusammenzubringen. Die Investitions- und Innovations-Förderung für die Kreislaufwirtschaft bildet ein weiteres Element. Mit der Förderung sollen Umwelt- und Industriepolitik besser verzahnt und die Potentiale der Kreislaufwirtschaft unterstützt werden – beispielsweise bei innovativen Recyclinganlagen und Start-Up-Unternehmen mit zirkulären Geschäftsmodellen.

Mehr Digitalisierung für mehr Effizienz

Zudem soll eine Digitalisierungsinitiative Stoffkreisläufe schließen. Dafür sind unter anderem digitale Produktpässe vorgesehen. Daneben sollen KI-Anwendungen für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz gefördert werden.

Zentral ist, sogenannte zirkuläre industrielle Datenräume weiterzuentwickeln, was den souveränen, sicheren und dialogfähigen Austausch von Daten entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette ermöglichen soll. Dies soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen erleichtern, Innovationen fördern und zugleich trotzdem die Kontrolle über die eigenen Daten behalten.

Öffentliche Beschaffung und rechtlicher Rahmen

Darüber hinaus soll die öffentliche Beschaffung als Hebel für zirkuläre Beschaffung eingesetzt werden. Nicht zuletzt soll der rechtliche Rahmen in den Bereichen Kreislaufwirtschaftsrecht und Produktverantwortung weiterentwickelt werden. Minister Schneider zeigte sich überzeugt: „Das Aktionsprogramm für die Kreislaufwirtschaft ist gut für die Umwelt und gut für die Zukunft der Wirtschaft.“

Quelle: Bundesregierung

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DIHK-Gebäudekonferenz: „Vielfalt im Gebäudesektor erfordert flexible, technologieoffene Lösungen“

Die DIHK fordert, dass die Bundesregierung für die „Wärmewende“, verlässliche und rechtssichere Rahmenbedingungen setzen muss, um zügig Planungssicherheit für Unternehmen zu schaffen.

DIHK, Pressemitteilung vom 28.05.2026

Der Weg zur Klimaneutralität im Gebäudesektor bleibt ein Kraftakt: Ambitionierte Ziele treffen auf einen anhaltenden Bau- und Sanierungsstau, steigende Energie- und Materialkosten, lange Genehmigungsprozesse sowie eine große Heterogenität des Gebäudesektors. Bei der DIHK-Konferenz „Aufbruch im Gebäudesektor: Klimaneutral. Wirtschaftlich. Zukunftsfähig.“ diskutieren heute (28. Mai) Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik, wie sich Neubau, Sanierung und Wärmewende trotz hoher Kosten, komplexer Regeln und Fachkräftemangel wirtschaftlich und zukunftsfähig umsetzen lassen. „Die Unternehmen stehen zum Ziel der Klimaneutralität. Entscheidend ist jetzt, dass die Transformation im Gebäudesektor machbar, bezahlbar und investitionsfähig organisiert wird“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian anlässlich der Konferenz. „Um Klimaneutralität im Gebäudesektor zu erreichen, braucht es die richtige Balance zwischen dem notwendigen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und praxistauglichen Regelungen“.

Mit verschiedenen Gesetzesinitiativen hat die Bundesregierung den Gebäudesektor zuletzt verstärkt ins Visier genommen: Nachdem im letzten Jahr bereits der sogenannte Bauturbo in Kraft getreten ist, wurden in den vergangenen Wochen weitere zentrale Vorhaben und Reformen angestoßen – von der Novelle des Baugesetzbuchs über die Wärmeplanung bis hin zum Gebäudemodernisierungsgesetz. „Die Vielfalt der Bau- und Immobilienbranche und die großen Herausforderungen im Gebäudesektor erfordern flexible, technologieoffene Lösungen“, sagt Adrian. Das Gebäudemodernisierungsgesetz setze hierzu sinnvolle Impulse: „Es ist richtig, dass die Bundesregierung die starren Vorgaben für Heizungen abschafft und viel mehr Wahlfreiheit ermöglicht. Damit diese Wahlfreiheit in der Praxis funktioniert, müssen ungeklärte Fragen zum Beispiel zur Ausgestaltung der sogenannten Bio-Treppe, zur Kostenverteilung zwischen Mietern und Vermietern oder zum Entwicklungspfad nach 2040 schnell geklärt werden.“ Gleichzeitig brauche es schlanke, praxistaugliche Nachweise sowie klare Zertifizierungsregeln, damit klimafreundliche Optionen tatsächlich planbar werden. Zentral sei deshalb, dass die Bundesregierung die Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz klimafreundlicher Brennstoffe im Blick behalte: „Bei Biomethan und biogenen Brennstoffen sind Mengen und Kosten heute nicht verlässlich planbar. Die Bundesregierung muss daher schnell handeln, sonst werden Gas- und Ölheizungen zur Kostenfalle“, so Adrian.

Grundsätzlich gelte es, EU-Vorgaben, wie die der Gebäudeeffizienzrichtlinie, in Deutschland ohne nationale Verschärfungen umzusetzen und bestehende Spielräume für schlanke und praxistaugliche Regelungen zu nutzen. „Die Zielrichtung Klimaneutralität des Gebäudesektors unterstützen wir, aber die Umsetzung muss sich an technischer und wirtschaftlicher Realisierbarkeit orientieren“, sagt Adrian. „Der zweite europäische Emissionshandel sollte für den Gebäudesektor als marktwirtschaftliches und technologieoffenes Instrument wirksam greifen können und nicht durch ambitionierte nationale Sonderregelungen ausgebremst werden.“ Auf europäischer Ebene solle sich die Bundesregierung zudem für praktikablere Vorgaben einsetzen. Andernfalls drohten überzogene Neubaustandards, Renovierungs- und Solarpflichten. Dies würde zu erheblichen Investitionsrisiken für Unternehmen führen. „Mindestens genauso wichtig ist, Verfahren zu beschleunigen: Genehmigungen und Planung müssen schneller, digitaler und verlässlicher werden, sonst scheitert die Wärmewende an Zeit und Bürokratie.“

Ziel müsse eine ganzheitliche und bezahlbare Transformation im Gebäudesektor sein. „Zentral sind jetzt verlässliche und rechtssichere Rahmenbedingungen, um zügig Planungssicherheit für Unternehmen zu schaffen. Wichtige regulatorische Entscheidungen dürfen nicht erneut über Monate, gar Jahre hinaus verzögert werden.“

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer

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Inflationsrate im Mai 2026 voraussichtlich +2,6 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2026 voraussichtlich +2,6 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber April 2026 um 0,2 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.05.2026

Verbraucherpreisindex, Mai 2026:
+2,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,2 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2026:
+2,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2026 voraussichtlich +2,6 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber April 2026 um 0,2 %. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im Mai 2026 voraussichtlich +2,5 %. Die Preise für Energie steigen gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 6,6 %. Damit hat sich die Teuerung der Preise für Energie im Mai abgeschwächt (April 2026: +10,1 % gegenüber April 2025).

Quelle: Statistisches Bundesamt

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„Schneller Gründen“: Pilotierung startet

Unternehmensgründungen in Deutschland sollen einfacher, schneller und vollständig digital möglich werden. Dieses Ziel verfolgt das Hebelprojekt „Schneller Gründen“ im Rahmen der Modernisierungsagenda Bund und Föderal. Dies teilte das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung mit.

BMDS, Meldung vom 26.05.2026

Unternehmensgründungen in Deutschland sollen einfacher, schneller und vollständig digital möglich werden. Dieses Ziel verfolgt das Hebelprojekt „Schneller Gründen“ im Rahmen der Modernisierungsagenda Bund und Föderal. Mit dem Start der ersten Pilotierungsphase beginnt nun die praktische Erprobung zentraler Verfahrensbestandteile für einen beschleunigten Start in die Selbstständigkeit.

Gemeinsam mit ausgewählten Pilotstandorten wird erstmals ein medienbruchfreier digitaler Kombiantrag getestet. Dieser bündelt die Gewerbeanmeldung und die steuerliche Erfassung in einem einzigen, durchgängig digitalen Prozess. Ziel ist es, den Gründungsprozess für Unternehmen spürbar zu beschleunigen und Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten. Die Umsetzung vor Ort erfordert eine enge und gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Gewerbeämtern, Finanzämtern und Registergerichten, die durch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sowie die zuständigen Landesministerien koordiniert wird.

Großes Interesse von Ländern und Kommunen

Nach einem Bewerbungsaufruf im April nahmen mehr als 330 interessierte Personen an Informationsveranstaltungen teil.

Aus diesem Kreis starten jetzt acht Standorte für die erste Pilotierungsphase. Diese sind:

  • Aachen
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Fulda
  • Goslar
  • Mannheim
  • München
  • Nordfriesland

Die Auswahl der Pilotstandorte erfolgte anhand festgelegter Kriterien, um repräsentative und belastbare Ergebnisse für die weitere Umsetzung zu gewährleisten. Berücksichtigt wurden insbesondere die technische Eignung und Kompatibilität der in den Gewerbeämtern eingesetzten Fachverfahren sowie deren Bereitschaft zur Anbindung an den digitalen Kombiantrag. Darüber hinaus spielten ausreichende personelle Kapazitäten in den beteiligten Verwaltungen und Landesministerien für die Begleitung der Pilotierung eine zentrale Rolle. Um unterschiedliche Rahmenbedingungen abzubilden, wurde zudem auf eine regionale Verteilung zwischen städtischen und ländlichen Räumen sowie auf eine ausreichende Zahl von Unternehmensgründungen an den jeweiligen Standorten geachtet.

Agiles Vorgehen: Warum unter realen Bedingungen getestet wird

Die Pilotierungsphase dient dazu, das neue Verfahren unter realen Bedingungen im Verwaltungsalltag zu erproben und weiterzuentwickeln. Dabei werden Erfahrungen mit echten Daten und tatsächlichem Nutzerverhalten gesammelt, die unmittelbar in die Optimierung des Angebots einfließen können. Gleichzeitig ermöglicht die Pilotierung Erfahrungen für die spätere bundesweite Skalierung zu sammeln.

Auch die weiteren interessierten Bewerberstandorte werden eng in den Prozess eingebunden. Sie erhalten die Möglichkeit, die Pilotierung zu begleiten, frühzeitig Einblicke in die neuen Abläufe zu gewinnen und erste organisatorische sowie technische Vorbereitungen für eine spätere Teilnahme zu treffen. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen schrittweise zusätzliche Kommunen und Länder eingebunden werden, um das Angebot bundesweit auszuweiten.

Hintergrund: Zum Projekt „Schneller Gründen“

Das Projekt „Schneller Gründen“ ist ein zentrales Vorhaben der Modernisierungsagenda Bund und Föderal. Das übergeordnete Ziel: Unternehmensgründungen in Deutschland bundesweit, digital und perspektivisch innerhalb von 24 Stunden zu ermöglichen.

Quelle: Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung

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IW-Gemeindecheck: Wie gut ist meine Gemeinde versorgt?

Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Der neue IW-Gemeindecheck vergleicht alle 10.817 Gemeinden: NRW schneidet am besten ab, Schlusslichter liegen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

IW Köln, Mitteilung vom 25.05.2026

Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Der neue IW-Gemeindecheck vergleicht alle 10.817 Gemeinden: NRW schneidet am besten ab, Schlusslichter liegen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

Keine Gemeinde in Deutschland ist so gut versorgt wie das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar am Rande Münchens – mit Ärzten, Schulen und ÖPNV ebenso wie mit schnellem Internet und Freizeitangeboten. Das zeigt der IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge im Auftrag von Philip Morris.

Jenseits der Metropolen schneiden einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt deutschlandweit auf Rang fünf, Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang zehn. Umgekehrt enttäuschen einige Großstädte: Würzburg landet nur auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462. Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in der Südwestpfalz.

Ostdeutsche Städte schneiden öfter „sehr gut“ ab

Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde fällt in die Kategorie „sehr gut“ versorgt, insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien („sehr gut“ und „gut“). Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt mehr als jede zweite Gemeinde als „sehr schlecht“ versorgt. Ostdeutsche Städte schneiden demgegenüber besonders gut ab: 30 Prozent von ihnen sind „sehr gut“ versorgt, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.

Quelle: IW Köln

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Exporterwartungen gesunken (Mai 2026)

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sanken im Mai auf minus 5,5 Punkte, nach minus 1,2 Punkten im April.

ifo, Mitteilung vom 26.05.2026

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sanken im Mai auf minus 5,5 Punkte, nach minus 1,2 Punkten im April. „Trotz einer Erholung des Exportgeschäfts im ersten Quartal bleiben die Aussichten schwierig“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die geopolitische Unsicherheit ist weiterhin hoch.“

Einen Dämpfer musste die Automobilindustrie verkraften. Nach vier sehr optimistischen Monaten werden nun rückläufige Exporte erwartet. Auch in der Metallindustrie dürften die Auslandsumsätze sinken. Generell stehen die energieintensiven Branchen auf den Weltmärkten unter Druck und rechnen mit Rückgängen. Die Elektrobranche blickt dagegen weiterhin leicht optimistisch auf das Exportgeschäft, wenn auch weniger ausgeprägt als im Vormonat. Auch die Möbelhersteller erwarten steigende Exporte.

Quelle: ifo Institut

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ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (Mai 2026)

Nach dem Einbruch im März und April hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland leicht erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 Punkte, nach 84,5 im April.

ifo, Mitteilung vom 22.05.2026

Nach dem Einbruch im März und April hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland leicht erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 Punkte, nach 84,5 im April. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch der Blick auf die kommenden Monate fiel weniger pessimistisch aus. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich vorerst, die Lage bleibt aber fragil.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima etwas verbessert. Grund dafür waren positivere Urteile zur aktuellen Lage. Die Erwartungen trübten sich hingegen weiter ein. Die Zahl der Neuaufträge ging zurück.

Im Dienstleistungssektor hat der Index deutlich zugelegt. Insbesondere die Erwartungen erholten sich nach dem Einbruch in den letzten beiden Monaten. Die Unternehmen bewerteten auch die laufenden Geschäfte etwas besser. Die Stimmung in der Logistik bleibt angespannt, ist aber nicht mehr so katastrophal wie im Vormonat. Gleiches gilt für den Tourismussektor.

Im Handel ist das Geschäftsklima wieder gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage. Zudem nahm der Pessimismus bei den Erwartungen etwas ab. Dennoch bleibt die Lage aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel schwierig.

Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima leicht nachgegeben. Dies war auf eine schlechtere Bewertung der Geschäftslage zurückzuführen. Die Erwartungen legten nach dem Einbruch im Vormonat etwas zu. Die Unternehmen sind dennoch weiterhin skeptisch.

Quelle: ifo Institut

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Deutsche Wirtschaft steckt in einer Doppelkrise

Nahost-Konflikt trifft auf strukturelle Standortschwächen: Im Ergebnis, das zeigt die DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2026, sackt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ab. Für 2026 rechnet die DIHK mit einem Wachstum von 0,3 Prozent.

DIHK, Mitteilung vom 25.05.2026

Nahost-Konflikt trifft auf strukturelle Standortschwächen: Im Ergebnis, das zeigt die DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2026, sackt die zu Jahresbeginn noch zaghaft aufgehellte Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder ab. Für 2026 rechnet die DIHK mit einem Wachstum von 0,3 Prozent.

An der Erhebung beteiligten sich mehr als 23.000 Unternehmen aus nahezu allen Branchen und Regionen. Hatte sich Anfang 2026 noch eine wirtschaftliche Erholung angedeutet, machen die aktuellen Antworten diese Hoffnung zunichte: Von den Erwartungen bis hin zu den Beschäftigungsplänen zeigen sämtliche Indikatoren nach unten. Der DIHK-Stimmungsindex, der Geschäftslage und -erwartungen als geometrisches Mittel zusammenführt, fällt von zuletzt 95,9 Punkten auf nunmehr nur noch 88,1 Punkte.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer

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Höhere Inflation durch Preisschock beim Öl trifft weiterhin Familien am stärksten

Als Folge des Iran-Kriegs ist die Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,9 Prozent gestiegen – 0,2 Prozentpunkte mehr als im März. Der Anstieg ist dabei weitestgehend auf den Preisschock bei Kraftstoffen und Heizöl zurückzuführen. Die Kraftstoffpreise prägen die haushaltsspezifischen Inflationsraten: Familien, und insbesondere die mit niedrigen und mittleren Einkommen, sind derzeit von der neuen Teuerungswelle besonders stark betroffen. Der neue IMK Inflationsmonitor der Hans-Böckler-Stiftung gibt einen Überblick.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 22.05.2026

Als Folge des Iran-Kriegs ist die Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,9 Prozent gestiegen – 0,2 Prozentpunkte mehr als im März. Der Anstieg ist dabei weitestgehend auf den Preisschock bei Kraftstoffen und Heizöl zurückzuführen, der sich bislang noch nicht auf die Preise für Nahrungsmittel und andere Waren und Dienstleistungen übertragen hat. Auch die Verbraucherpreise beim Gas wiesen im April wegen längerfristiger Verträge noch keine besondere Preisdynamik auf, obwohl die Weltmarktpreise deutlich angezogen haben. Die Kraftstoffpreise prägen die haushaltsspezifischen Inflationsraten: Familien, und insbesondere die mit niedrigen und mittleren Einkommen, sind derzeit von der neuen Teuerungswelle besonders stark betroffen, weil in ihren Warenkörben Ausgaben für Auto-Kraftstoffe ein relativ hohes Gewicht haben. So war im Vergleich von neun repräsentativen Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter der Mitglieder sowie nach dem Einkommen unterscheiden, im April die Inflationsrate von Paarfamilien mit mittleren bzw. geringen Einkommen mit 3,0 bzw. 2,9 Prozent am höchsten. Darauf folgten Alleinerziehende mit mittleren Einkommen und Paarfamilien mit hohen Einkommen (je 2,8 Prozent). Die niedrigste Teuerung verzeichneten Alleinlebende mit niedrigen Einkommen (2,1 Prozent), weil diese oft kein Auto besitzen. Alle weiteren untersuchten Haushaltstypen lagen mit Raten von 2,5 bis 2,7 Prozent dazwischen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue IMK Inflationsmonitor.

Obwohl die Inflation durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran deutlich verstärkt wurde, ist die aktuelle Teuerungsdynamik weit entfernt von der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, zeigt Studienautorin Dr. Silke Tober anhand eines Vergleichs mit Daten aus dem April 2022. Damals lag die haushaltsspezifische Inflationsrate bei Paarfamilien mit niedrigen bzw. mittleren Einkommen bei 7,5 Prozent bzw. 7,3 Prozent, Alleinlebende mit niedrigen Einkommen mussten vor vier Jahren eine Preissteigerung von 6,5 Prozent schultern. Ein wichtiger Grund für den Unterschied ist, dass der Überfall auf die Ukraine, eine wichtige Exporteurin von Nahrungsmitteln, kurzfristig weltweit die Preise für Agrarrohstoffe hochschnellen ließ. Nahrungsmittel zählen, ebenso wie Haushaltsenergie, zu den Gütern des Grundbedarfs, für die Haushalte mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen vergleichsweise großen Anteil ihres Konsumbudgets ausgeben müssen.

Der Krieg gegen den Iran und die Blockade der Straße von Hormus dürfte sich hingegen indirekt und langsamer auswirken über höhere Energie-, Transport und Düngemittelpreise. Wie groß der preistreibende Effekt wird, hängt entscheidend von der Dauer des Krieges ab, betont die IMK-Inflationsexpertin: „Noch bleibt ein bis zum Sommer begrenzter Höhenflug der Rohöl- und Erdgaspreise ein realistisches Szenario“, schreibt Tober. Ziehe sich der Konflikt hingegen länger hin, „könnte jedoch auch der Iran-Krieg einen größeren und breiter angelegten Angebotsschock bewirken mit schwerwiegenderen negativen Auswirkungen auf die Inflation und die wirtschaftliche Aktivität“, warnt die Ökonomin.

Vor diesem Hintergrund müssten die Regierungen in Deutschland und den anderen Ländern des Euroraums vorbereitet sein, um bei Bedarf rasch Maßnahmen zu ergreifen, die die Bevölkerung entlasten. Der „Tankrabatt“ habe seine Berechtigung, weil er neben Privathaushalten auch Unternehmen entlaste und zugleich die gemessene Inflation reduziere. Setze sich der Preisauftrieb noch deutlich länger fort, sei jedoch mehr notwendig. Zu den sinnvollen möglichen Ansätzen zählt Tober eine – im Vorfeld mit den Tarifparteien abgestimmte – Neuauflage der abgaben- und steuerfreien Inflationsausgleichsprämie, eine temporäre Entkopplung des Strompreises vom Gaspreis, für die das IMK kürzlich einen Vorschlag gemacht hat (Link unten), sowie die Vorbereitung von im Bedarfsfall schnell einsetzbaren „Blaupausen“ für weitere Energiepreisbremsen und Übergewinnsteuern. Darüber hinaus seien Maßnahmen erforderlich, die den Verbrauch fossiler Energien gezielt senken, etwa ein Tempolimit auf Autobahnen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe „umsichtig agiert“, als sie im April auf eine Zinserhöhung verzichtete, betont die IMK-Inflationsexpertin. „Denn die hohen Energiepreise belasten die Wirtschaft und insbesondere die angeschlagene Industrie, die zudem die US-Zölle, die kräftige Euro-Aufwertung im vergangenen Jahr und die starke Konkurrenz auf den Weltmärkten durch chinesische Unternehmen zu verkraften hat.“ Generell  werde es für die Zentralbank leichter, weiter abzuwarten, wenn es gelinge, den Anstieg der Verbraucherpreise durch staatliche Maßnahmen zu bremsen.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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